Die Wintersaison kann für den Pferdeorganismus eine größere Belastung darstellen, als viele Besitzer erkennen. Kaltes Wetter stellt höhere Anforderungen an die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur – also an den Stoffwechsel und die Kondition des Pferdes. Schnee, harter oder gefrorener Boden und die Tatsache, dass es früh dunkel wird und oft nicht so viel Zeit für systematische Arbeit mit dem Pferd bleibt, kann wiederum eine Herausforderung für die Erhaltung der guten Gesundheit des Bewegungsapparates des Pferdes bedeuten. Einige Pferde benötigen im Winter mehr Pflege als im Sommer, um Muskelmasse, Vitalität und gute Beweglichkeit zu erhalten.
Im folgenden Artikel erklären wir, wie Kälte, Bodenbeschaffenheit, geringere Aktivität und Fütterungsmanagement den Bewegungsapparat von Pferden beeinflussen und wie Sie die Winterpflege optimieren können – einschließlich praktischer Empfehlungen zur Supplementierung.
Warum brauchen Pferde im Winter mehr Pflege?
Einer der Hauptgründe sind die höheren energetischen Bedürfnisse des Pferdeorganismus. Sinkende Temperaturen bedeuten, dass der Körper mehr Energie aufwenden muss, um Wärme zu erhalten, was sich in Veränderungen der Kondition und Muskelmasse äußern kann.
Pferde wärmen sich auf drei wesentliche Arten:
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hochwertiges Winterfell (Pferde, die keines haben, benötigen möglicherweise eine Decke)
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Fermentationsprozesse im Dickdarm (Verdauung von Faserstoffen)
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körperliche Bewegung
Eine wichtige Rolle spielt auch die Körperfettreserve und die Muskelmasse.
Kälte beeinflusst Gelenke, Sehnen und Muskeln
Niedrige Temperaturen haben direkten Einfluss auf:
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Durchblutung des Gewebes
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Viskosität der Gelenkflüssigkeit
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Muskelsteifigkeit
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Regenerationsfähigkeit
Muskeln, die nicht ausreichend erwärmt sind, sind weniger elastisch und anfälliger für Überlastung. Ebenso können Gelenke steifer sein und Pferde können eine größere Unwilligkeit zur Bewegung zeigen. Daher ist es in der Winterzeit noch wichtiger, vor der eigentlichen Arbeit eine gründliche Aufwärmphase und Bewegung des Pferdes durchzuführen.
Weniger Bewegung = mehr Probleme
Mangelnde regelmäßige Bewegung ist eines der Hauptrisiken des Wintermanagements. Im Herbst und Winter reduzieren Besitzer oft das Training und die freie Bewegung aufgrund der Wetterbedingungen oder ungeeigneten Geländes. Auch wenn Pferde die meiste Zeit (oder sogar die gesamte Zeit) in geräumigen Koppeln verbringen, sieht man sie im Winter meistens um den Heuballen herumstehen. Bei kaltem Wetter müssen Pferde die Nahrungsaufnahme erhöhen, da die Fermentation der Nahrung im Darm Wärme erzeugt und dem Pferd hilft, sich aufzuwärmen. Wenn sie die Nahrungsquelle an einem Ort haben, haben sie normalerweise keine große Motivation für weitere Bewegung.
Dabei ist gerade regelmäßige, vernünftig dosierte Bewegung entscheidend für:
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Muskeldurchblutung
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Knorpelernährung
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Förderung der Synovialflüssigkeitsproduktion
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Erhaltung der Muskelmasse
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korrekten Stoffwechsel
Pferde sind evolutionär auf dauerhafte Bewegung ausgelegt (bis zu 15–30 km täglich). Langes Stehen im Stall, in einem kleinen Paddock oder in unmittelbarer Nähe eines Heuballens kann zu Steifheit und langsamerer Regeneration nach Belastung führen.
Bodenqualität im Winter
Eisglätte, gefrorener Boden oder tiefer Schlamm stellen für Pferde spezifische Risiken dar:
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Ausrutschen = Überlastung der Sehnen, Verletzungsgefahr
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harter Untergrund = Stöße, die die Gelenke belasten
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unebener Untergrund = ungleichmäßige Belastung der Bänder
Bei regelmäßiger Bewegung auf hartem Untergrund ist es ratsam, Gelenk- und Bindegewebsernährung in Betracht zu ziehen, da sich Mikrotraumen des Gewebes im Winter summieren. Dabei spielt noch ein weiterer wichtiger Faktor eine Rolle. Pferde, die den größten Teil des Tages im Winter in Boxen verbringen und dann von ihren Besitzern auf die Weide oder in die Halle entlassen werden, um sich austoben zu können, beginnen in der Regel, ihre Bewegungsfreude auszuleben und aufgestaute Energie abzubauen, ohne dass ihr Bewegungsapparat die Möglichkeit hatte, sich „aufzuwärmen“ – dass sich die Muskeln durchbluten und die Gelenke mit Synovialflüssigkeit „geschmiert“ werden konnten. Eine solche Art der Bewegung kann das Risiko einer Schädigung der Strukturen des Bewegungsapparates erheblich erhöhen.
Unterstützung von Gelenken, Knorpeln und Bindegewebe
Die Winterzeit ist ideal für die präventive und gezielte Unterstützung des Bewegungsapparates. Eine Supplementierung kann insbesondere bei Pferden mit hoher Belastung, bei Senioren, aber auch bei jungen Pferden in der Entwicklung helfen.
Wichtige Bestandteile in der Gelenkpflege sind:
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Glucosamin
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Chondroitin
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Kollagen
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MSM
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Vitamin C
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Omega-3-Fettsäuren
Diese Stoffe unterstützen:
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Ernährung des Knorpels
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Elastizität des Bindegewebes
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Produktion von Synovialflüssigkeit
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Regeneration von Geweben
Sirup mit Glucosamin, Chondroitin und Kollagen
Sirup mit Glucosamin, Chondroitin und Kollagen bietet eine hervorragende Unterstützung des Bewegungsapparates von Pferden nicht nur im Winter, sondern auch während des Trainings oder in der Rekonvaleszenz.
Praktische Vorteile des Sirups:
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einfache Anwendung
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gute Resorbierbarkeit
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geeignet für Senioren und Sportpferde
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gezielte Unterstützung der Gelenkstrukturen
Der Winter kann für den Bewegungsapparat des Pferdes anspruchsvoll sein, aber mit geeignetem Management und Prävention lassen sich die meisten Probleme erheblich reduzieren.